ROV „Geplanter Netzausbau Ferngas - Neubau ETL 184 Peine - Salzgitter“

Vorhabenbeschreibung "Geplanter Netzausbau Ferngas - Neubau ETL 184 Peine - Salzgitter"

Lageplan zum Vorhaben

Die Fernleitungsnetzbetreiberin „Gasunie Deutschland Transport Services GmbH“, Hannover - im Folgenden Vorhabenträgerin genannt - plant den Ausbau des bestehenden Gasnetzes durch den Neubau einer Energietransportleitung (ETL) östlich von Peine bis zum Werk der Salzgitter AG östlich von Lebenstedt, Salzgitter.

Sachverhalt / Vorhabenbeschreibung

Die Vorhabenplanung ergibt sich aus einem erhöhten Gasbedarf der Salzgitter AG. Zu dessen Deckung wurde ein Anschlussbegehren über 1,7 GW gestellt, das u.a. auch auf die zukünftige Versorgung eines Gaskraftwerkes abstellt, welches im Netzentwicklungsplan 2022 enthalten ist. Eine weitere Ausbaustufe auf insgesamt 2,8 GW ist beantragt und im Planungsumfang mitberücksichtigt.

Die Vorhabenplanung sieht eine parallel verlaufende Doppelleitung mit Rohrdurchmessern von DN600 und DN400 vor. Die geplante Energietransportleitung schließt östlich von Peine an die bestehenden ETL 25 und ETL  103 an und endet östlich von Salzgitter-Lebenstedt am Werk der Salzgitter AG. Das Vorhaben hat je nach Trassenvariante eine Länge von 20,5 bis 25,6 km und ist daher als raumbedeut­sam und überörtlich einzustufen.

Für die raumordnerische Prüfung hat die Vorhabenträgerin vier Trassenvarianten vorgelegt und Variante 2 als Vorzugsvariante benannt (s. Abb. 1). Die vier Trassen überlagern verschiedene Festlegungen im Regionalen Raumordnungsprogramm für den Großraum Braunschweig (RROP) 2008 und weisen einen unterschiedlichen Grad an Bündelung mit anderen bestehenden Leitungen auf.

Je nach Variante sind entlang der Trassenverläufe folgende Landkreise und Gemeinden betroffen: Stadt Salzgitter, Gemeinde Lengede, Gemeinde Vechelde, Gemeinde Ilsede, Gemeinde Wendeburg, Stadt Peine.

 

 

Aktueller Stand (01/2023)

Raumbedeutsame und überörtliche Planungen oder Maßnahmen sind raumordnerisch zu prüfen und zu beurteilen. Für Gasleitungen mit einem Durchmesser von mehr als 300 mm erfolgt dies gemäß Nr. 14 der Raumordnungsverordnung in einem Raumordnungsverfahren (ROV). Grundlage kann ein Antrag nach § 15 Absatz 5 Satz 1 ROG oder eine Entscheidung nach § 15 Absatz 5 Satz 3 ROG sein.

In Niedersachsen geht dem Raumordnungsverfahren eine Antragskonferenz (AK) voraus. Auf der AK werden mit den wichtigsten am Verfahren zu beteiligenden öffentlichen Stellen, Verbänden und Vereinigungen und sonstigen Dritten Erfordernis, Gegenstand, Umfang und Ablauf des ROV erörtert sowie erforderliche Inhalte und der Umfang der Verfahrensunterlagen nach § 15 Abs. 2 Satz 1 ROG ebenso wie der Verfahrensablauf und Zeitrahmen abgestimmt. Die Antragskonferenz für dieses Vorhaben findet am 13.02.2023 statt.

Tabellarischer Verfahrensablauf

VerfahrensschrittDatum
Antragskonferenz13.02.2023
Prüfung der Erforderlichkeit des ROV's gemäß § 9 NROG
Festlegung des Untersuchungsrahmens 
Einleitung des ROV
Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten
Auslegung der Verfahrensunterlagen / Beteiligung der Öffentlichkeit
Erörterungstermin
Landesplanerische Feststellung
Verfahrensstand:
  • abgeschlossen
  • läuft
  • aktuell
  • folgt

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Unterlagen zum Verfahren