Förderung von Innovationen an ÖPNV-Zugangsstellen

Förderprogramme

Der Regionalverband fördert Infrastrukturmaßnahmen zur Verbesserung von Barrierefreiheit, Qualität und Service des ÖPNV in der Region Braunschweig. Hierzu bietet der Regionalverband eigene Förderprogramme. Daneben leistet der Regionalverband bei Förderprogrammen Dritter eine ergänzende finanzielle Unterstützung für Gebietskörperschaften und Verkehrsunternehgmen im Verbandsgebiet.

Bau von Haltestellen

Förderung Land Niedersachsen (LNVG)

  • In diesem Förderprogramm können Haltestellen gefördert werden, die mehr als 50.000 Euro kosten, barrierefrei (aus)gebaut und im Linienverkehr bedient werden.
  • Kleinere Haltestellen, bei denen Gesamtausgaben von weniger als 50.000 Euro je Richtungshaltestelle erwartet werden, sind Rahmen eines Sammelantrages zur Förderung zu beantragen.
  • Es werden Kosten für Bauausgaben, Grunderwerbsausgaben und Planungskosten bezuschusst, die im direkten Bereich der Haltestellen anfallen.
  • Grunderwerbsausgaben können bis zu der Höhe des ermittelten Verkehrswertes als förderfähig anerkannt werden.
  • Für externe Planungsleistungen werden max. 10 % der zuwendungsfähigen Bauausgaben anerkannt.
  • Die Förderquote beträgt 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Bau, Grunderwerb und Planung.
  • Die Förderanträge sind bis zum 31.05. eines Jahres für Baumaßnahmen, die im Folgejahr realisiert werden sollen zu stellen.

Kofinanzierung Regionalverband Großraum Braunschweig

  • Der Regionalverband übernimmt auf Antrag weitere 50 % des verbleibenden Eigenanteils an den als zuwendungsfähig anerkannten Kosten bis zu einer Obergrenze von 50.000 € (netto). Im Idealfall verbleiben somit nur noch 12,5 % der Gesamtkosten beim Antragsteller.
  • Der Regionalverband ermittelt die Höhe seiner Zuwendung nachrangig und in Abhängigkeit von den von der LNVG ermittelten zuwendungsfähigen Kosten. Somit ist dieser Antrag für das weitere Vorgehen maßgebend.
  • Bitte berücksichtigen Sie dabei auch, dass diesem Antrag eine Stellungnahme des Regionalverbandes beizufügen ist, dass das Vorhaben dem Nahverkehrsplan entspricht. Eine frühzeitige Einbindung sollte deshalb vorgesehen werden.
     

Einrichtung Mobilitätsstationen/Umfelder

Förderung Bund durch Projektträger Jülich „Kommunalrichtlinie“

  • Gefördert wird die Errichtung verkehrsmittelübergreifender Mobilitätsstationen. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass neben der lokal überdurchschnittlichen Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel eine öffentlichkeitswirksame
    Botschaft zugunsten des Umweltverbundes erkennbar ist.
  • Einheitliche Gestaltung zur Vermarktung sinnvoll.
  • Mobilitätsstationen können neben Radabstellanlagen u. a. eine ÖPNV-Haltestelle, Abstellflächen für Car-Sharing-Fahrzeuge und/oder einen Taxihalteplatz ausweisen.
  • Maßnahmen zur Erhöhung der Fußverkehrsqualität (z. B. Verbesserung des Haltestellenzugangs) im Umfeld der Mobilitätsstation können ebenfalls
    gefördert werden.
  • Die Förderquote beträgt maximal 40 % bzw. 60 % für finanzschwache Kommunen

(maximale Zuwendung: 500.000 Euro)

Antragsteller aus den vier Braunkohlerevieren (für die Region das Helmstedter Revier), die im Abschlussbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (Stand Januar 2019) geografisch definiert sind, können eine um 15 Prozentpunkte erhöhte Förderquote beantragen.

Bewilligungszeitraum: 24 Monate

Förderung Regionalverband Großraum Braunschweig (ab Dezember 2019)

  • Die entsprechende Förderung „Umfeldaufwertung an Zugangsstationen“ befindet sich in der Beschlussphase.
  • Der Regionalverband plant, den Gebietskörperschaften Zuschüsse für Bauvorhaben
    in deren Zuständigkeit, die einer Verbesserung der ÖPNV-Infrastruktur, dabei insbesondere einer gestalterischen und funktionalen Aufwertung der Umfelder von Zugangsstellen dienen, zu gewähren. Diese Zuschüsse beziehen sich auf Projekte oder Teilleistungen im Rahmen eines Maßnahmenpakets, für die keine anderen Drittmittel eingeworben werden können.
  • Zuschüsse werden auch für Mehraufwendungen gewährt, wenn höherwertige Ausstattungselemente zum Einsatz kommen sollen, für die von anderen Fördermittelgebern nur geringere zuwendungsfähige Ausgaben anerkannt werden.
  • Die Förderquote beträgt bis zu 75 % der hierfür anzurechnenden Ausgaben, die Zuwendungssumme soll je Antrag mindestens 5.000 € (netto) betragen.
  • Es sollen auch Kleinmaßnahmen unterstützt werden, wenn sie einen Beitrag zur Attraktivierung des ÖPNV und zur Reduzierung des Kfz-Verkehrs leisten.
  • Kreative und außergewöhnliche Maßnahmen sind hierbei ausdrücklich erwünscht.
  • Jedes Vorhaben ist im Vorfeld mit der Verwaltung des Regionalverbandes hinsichtlich seiner Ausgestaltung, Förderfähigkeit und der Abgrenzung zu weiteren Förderprogrammen abzustimmen.
     

Bau/Einrichtung von Fahrradabstellanlagen

Förderung Bund (PtJ-Kommunalrichtlinie)

Radabstellanlagen:

Gefördert werden Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur für den Alltagsradverkehr durch die Errichtung von frei zugänglichen Radabstellanlagen
(z. B. Fahrradbügel) an öffentlichen Einrichtungen beziehungsweise an Verknüpfungspunkten zum öffentlichen Nahverkehr sowie auf
grundstückszugehörigen Flächen.

Förderquote: maximal 40 % beziehungsweise 60 % für finanzschwache
Kommunen
; maximale Zuwendung: 500.000 Euro

Fahrradparkhäuser:

Gefördert werden Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur für den Alltagsradverkehr durch die Errichtung und Einrichtung von diebstahl- und witterungsgeschützten Fahrradparkhäusern sowie Abstellplätzen in Kfz-Parkbauten mit mindestens 70 Fahrradstellplätzen.

Anforderungen bezüglich einer hohen Nachfrage für längeres Fahrradparken gemäß den FGSV-Hinweisen zum Fahrradparken müssen erfüllt sein.

Zuwendungsfähig sind sowohl die Errichtung von Neuanlagen als auch die Umrüstung bestehender, für Fahrradparken nutzbarer Infrastruktur.

Förderquote: maximal 40 % beziehungsweise 60 %für finanzschwache Kommunen; maximale Zuwendung: 500.000 Euro

Förderung Land (LNVG)

  • Förderung von Verknüpfungsanlagen ÖPNV/ SPNV an Bahnhöfen
  • überdachte Fahrradstellplätze,
  • Fahrradstellplätze im abschließbaren Sammelkäfig
  • Zuwendungsfähig sind sowohl Aus- und Neubauten, als auch Grunderneuerungen. Voraussetzung für eine Förderung ist die barrierefreie Herstellung der beantragten Maßnahmen.
  • Haltestellen können nur dann gefördert werden, wenn diese im ÖPNV-Linienverkehr bedient werden.
  • Im direkten Zusammenhang mit dem Ausbau eines oder mehrerer der genannten Umfeldmaßnahmen kann auch der sich anschließende Bahnhofsvorplatz als verbindendes Element gefördert werden.

Förderquote: 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Förderung Regionalverband

Im Rahmen der Kofinanzierung können vom Regionalverband 50% des beim Antragsteller verbleibenden Eigenanteils an den zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden.

Innovation an Zugangsstellen

Förderung Regionalverband Großraum Braunschweig

Verkehrsunternehmen und Kommunen im Verbandsgebiet können im Rahmen der Projektförderung einen Zuschuss von bis zu 75% der zuwendungsfähigen Ausgaben für die Anwendung aktueller Technologien zur Fahrgastinformation, Interaktion und Barrierefreiheit an ÖPNV-Haltestellen beantragen.

Gefördert werden können bauliche und technische Maßnahmen, die der Implementierung „neuer“ Technologien an ÖPNV-Zugangsstellen dienen. Folgende Maßnahmen sind im Rahmen der Förderung für die erstmalige Einrichtung zuwendungsfähig:

  • E-Paper-Displays
  • Bluetooth-Beacons einschließlich notwendiger Ausgaben für Anschlüsse, Verkabelungen etc. und erforderliche Software bzw. Softwarelizenzen
  • Nachgewiesene notwendige Ausgaben für Einrichtung/Installation
  • Bauliche Maßnahmen; Durchführung kleinerer baulicher Maßnahmen im Zuge der Installation
  • Diese Aufzählung ist nicht abschließend, die Zuwendungsfähigkeit weiterer geplanter Maßnahmen ist im Rahmen der Einzelfallprüfung zu klären
  • Betriebs- und Instandhaltungskosten sind vom Zuwendungsempfänger zu tragen

Weitere Informationen

Informationen zur Beantragung der Fördermittel finden Sie auf diesen Seiten:

Förderung (durch Regionalverband)

Kofinanzierung (Drittmittel)

Die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) hat ebenfalls Informationen zur Förderung von ÖPNV-Projekten zusammengetragen: www.lnvg.de/mobilitaet/finanzierung-und-foerderung/sonstige-finanzierungs-und-foerdermoeglichkeiten