REGIONALES RADVERKEHRSKONZEPT UND REGIONALES RADVERKEHRSNETZ

Hintergrund und Ziele

Radfahren ist umweltfreundlich, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Nicht nur im Freizeitverkehr, sondern vor allem in der Alltagsmobilität erfährt der Radverkehr einen Aufschwung. Im Rahmen der Verkehrsentwicklungsplanung und zur Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogrammes (RROP) werden aktuell die zentralen Leitlinien und Ziele zur Entwicklung des Radverkehrs im Verbandsgebiet festgelegt.

Insbesondere im Alltag soll der Radverkehr eine größere Rolle im Rahmen der Mobilitätsbewältigung im Großraum Braunschweig erhalten und somit als Teil des Umweltverbundes zum regionalen Klimaschutz beitragen. Siedlungsstrukturelle Änderungen wie neue Wohn- und Gewerbegebiete, das gestiegene Engagement der Kommunen zur Radverkehrsförderung, auch und vor allem als Baustein zum Klimaschutz, die Konzeption von Radschnellverbindungen und neue Empfehlungen und Richtlinien zum Radverkehr erfordern eine Neupositionierung und Überarbeitung des regionalen Netzes.

Neben der Aktualisierung des regionalen Radverkehrsnetzes soll ein Radverkehrskonzept mit Empfehlungen für eine gesamtheitliche Strategie zur Förderung des Radverkehrs in der Region erstellt werden. Die Vernetzung mit dem ÖPNV spielt dabei eine wichtige Rolle.

Projektinhalte

Wesentliche Inhalte des Projektes sind:

  • Erarbeitung eines regionalen Radverkehrsnetzes (Definition von Qualitätsstandards für den Radverkehr, Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen, Aktualisierung der Vernetzungen des Alltagsradverkehrs zum veränderten Angebot des ÖPNV, Erfassung und Bewertung der Wegeinfrastruktur).
  • Erarbeitung eines regionalen Radverkehrskonzeptes als strategische Basis für die Koordination zwischen Regionalverband (gesetzliche Aufgabe der Verkehrsentwicklungsplanung, Forcierung der Entwicklung der Radverkehrs) und Kommunen (Umsetzung der Inhalte, Anschlussfähigkeit).
  • Zusammenstellung von Handlungsfeldern zur Förderung des Radverkehrs, Erarbeitung von Empfehlungen für eine gesamtheitliche Strategie für die Region.

Fachliche Arbeit und Beteiligungsmöglichkeiten

Die fachliche Arbeit umfasst die konzeptionelle Überprüfung des Regionalen Radverkehrsnetzes 2005 auf Aktualität und Zielerreichung.

Berücksichtigt werden vorliegende Alltagsradkonzepte in Hinsicht auf mögliche Übereinstimmungen und Abweichungen. Auf Basis fachlicher Grundlagen und weiterer Informationen werden Vorschläge zu Netzänderungen und Maßnahmen erarbeitet. Der abgestimmte Netzentwurf (ca.2000 km) wird durch erfahrenes Personal mit dem Rad befahren und bezüglich der Wegeinfrastruktur systematisch bewertet.

Die Zusammenstellung von Handlungsfeldern zur Förderung des Radverkehrs sind ein wesentlicher Baustein des Radverkehrskonzeptes. Folgende Handlungsfelder werden betrachtet:

  • Gesamtstrategie für die Region Großraum Braunschweig,
  • Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr, Verkehrssicherheit und Qualitätssicherung,
  • Multimodalität (infrastrukturelle, tarifliche, vertriebliche, kommunikative Verknüpfung),
  • Fahrradklima, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Förderprogramme.

Die Bearbeitung des Regionalen Radverkehrskonzeptes und des regionalen Radverkehrsnetzes folgt einem integrativen Ansatz, der auf eine breite Beteiligung, insbesondere der Verbandsglieder, der Kommunenund der wesentlichen Akteure im Bereich Radverkehrsplanung und -förderung sowie weiterer Akteure außerhalb der klassischen Radverkehrsförderung (z.B. Verbände, Hochschulen) ausgerichtet ist.

Die frühzeitige und prozessbegleitende Abstimmungmit den jeweils zuständigen Fachbehörden, Kommunen sowie weiteren Interessenvertretern ist vorgesehen.