Weddeler Schleife

Die Weddeler Schleife

Aktuelles

Die Baustelle läuft!

Der 2-gleisige  Ausbau der Weddeler Schleife erfolgt weitgehend „unter dem rollenden Rad“, wie der Eisenbahner sagt. Dennoch sind  zwischen Oktober 2021 und Oktober 2023 insgesamt 54 Sperrpausen angemeldet. In diesen Sperrpausen ist der Zugverkehr eingeschränkt. Meistens dauern sie nur ein paar Stunden und nur wenige  Züge sind - meist nachts - betroffen.

Zu den großen Sperrpausen wird später genau berichtet. Es sind derzeit eine 8-wöchige Sperrpause im Oktober 2022 und eine 6-wöchige Sperrpause im Juli/August 2023 vorgesehen.

Begonnen haben wir mit dem Neubau des südlichen Streckenabschnitts zwischen Weddel und Lehre. So haben wir unter anderem im Bereich Hordorf begonnen das zweite Gleis zu verlegen.©: DB Netz AG/Tobias Reiff
An der Eisenbahnüberführung Schunter haben die Arbeiten an der Brücke begonnen. Der Kragarm der bislang eingleisigen Bestandsbrücke wurde abgebrochen um Platz für einen zweiten Überbau zu schaffen.©: DB Netz AG/Tobias Reiff
An der Eisenbahnüberführung Schunter haben die Arbeiten an der Brücke begonnen. Der Kragarm der bislang eingleisigen Bestandsbrücke wurde abgebrochen um Platz für einen zweiten Überbau zu schaffen.©: DB Netz AG/Tobias Reiff
Zwischen Lehre und Sülfeld haben vor allem Erdbauarbeiten stattgefunden. Hier wurde der Bereich hergerichtet, in dem nächstes Jahr begonnen wird das zweite Gleis zu verlegen.©: DB Netz AG/Tobias Reiff

Baustart Weddeler Schleife: Für einen Halbstundentakt zwischen Braunschweig und Wolfsburg

Die Deutsche Bahn (DB) baut die Strecke zwischen
Braunschweig und Wolfsburg aus. Das Ziel: Ein Halbstundentakt zwischen beiden
Städten, pünktlichere Züge sowie die Entlastung des viel befahrenen
Eisenbahnknotens Hannover. Dafür entsteht ein zweites Gleis entlang der „Weddeler
Schleife“ zwischen Weddel und Fallersleben. DB-Infrastrukturvorstand Ronald
Pofalla, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und
digitale Infrastruktur Enak Ferlemann, Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr.
Bernd Althusmann sowie Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender vom Regionalverband
Großraum Braunschweig, gaben heute das Startsignal für den Ausbau. Er soll Ende
2023 abgeschlossen sein. Bund, Land, Regionalverband und DB investieren
insgesamt 150 Millionen Euro in das Projekt.

Ronald Pofalla, DB-Infrastruktur-Vorstand: „Ein Halbstundentakt zwischen
Braunschweig und Wolfsburg mit der klimafreundlichen Bahn ist hochattraktiv für
alle Pendlerinnen und Pendler und eine echte Alternative zum Auto. Innerhalb von
zwei Jahren verlegen wir 38.800 Meter Schienen, 32.000 Schwellen und stellen 300
Oberleitungsmasten auf – das ist Rekordtempo!“

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für
Verkehr und digitale Infrastruktur: „Der zweigleisige Ausbau gehört zu den ersten
Projekten, die wir zur Umsetzung des Zielfahrplans Deutschlandtakt neu beginnen.
Er ermöglicht eine leistungsfähige Umfahrung für den Knoten Hannover, womit eine
weitere Engstelle beseitigt, das Netz zuverlässiger und der Verkehr insgesamt
pünktlicher wird. Die Weddeler Schleife ist somit eine hochwirksame Maßnahme, für
die der Bund gerne die erforderlichen Mittel bereitstellt.“

Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr
und Digitalisierung: „Mit dem heutigen Spatenstich lassen wir nicht nur Papier und
Reisbrett endgültig hinter uns, sondern bald auch das eingleisige Nadelöhr auf der
Bahnstrecke zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Ab heute wird aus einer Idee
Wirklichkeit und die Weddeler Schleife sichtbar für alle. Der zweigleisige Ausbau hat
für den Personennah- und Fernverkehr eine ebenso wichtige Bedeutung wie für den
Güterverkehr: Er zeigt, dass Bund und Land dem Ziel, die Fahrtgastzahlen bis 2030 zu
verdoppeln, tatsächlich einen Schritt näherkommen. Mit diesem Großprojekt leisten
wir also einen wichtigen klimapolitischen Beitrag und stärken zugleich den
Schienenverkehr in der Region Braunschweig und ganz Niedersachsen.“

Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender Regionalverband Großraum Braunschweig:
„Der zweigleisige Ausbau der „Weddeler Schleife“ ist eines der wichtigsten ÖPNVProjekte
für unsere Wirtschaftsregion Braunschweig – Wolfsburg. Viele Beteiligte
haben sich an sehr vielen Stellen für dieses Projekt eingesetzt. Ihnen allen gilt mein
Dank. Heute sehen wir, dass es wirklich umgesetzt wird. Wir alle wollen eine
Verkehrswende. Die kann nur gelingen, wenn die Angebote attraktiv sind, die
Anschluss-Mobilität passt, der ÖPNV komfortabel, schnell und digital ist. Nur dann
haben wir die Chance, dass potenzielle Fahrgäste vom Individualverkehr auf den
ÖPNV umsteigen.“

Während der Bauarbeiten muss die Strecke zwischen Weddel und Fallersleben
mehrfach gesperrt werden – erstmals vom 29. Oktober bis 11. Dezember. In dieser
Zeit fahren im Nahverkehr ersatzweise Busse bzw. stehen alternative
Bahnverbindungen zur Verfügung. Im Fernverkehr kommt es zu
Fahrzeitverlängerungen und einzelnen Haltausfällen.

Alle Informationen und in der DB Navigator-App sowie in den
Aushängen am Bahnhof. Außerdem informiert das Eisenbahnunternehmen
Metronom seine Fahrgäste in den auf der Strecke fahrenden ennos.


Hintergrund

Karte mit der "Weddeler Schleife" und weiteren Eisenbahnstrecken im Verbandsgebiet

Die „Weddeler Schleife“ ist eine derzeit eingleisig ausgebaute Schienenstrecke zwischen Weddel und Fallersleben und Teil der Schienenverbindung zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Die „Weddeler Schleife“ wird im Mischverkehr befahren, d. h. sie wird sowohl vom Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) als auch vom Schienengüterverkehr (SGV) und Schienenpersonennahverkehr (SPNV) genutzt.

Der zweigleisige Ausbau ist Grundvoraussetzung für den im Nahverkehrsplan 2020 des Regionalverbandes Großraum Braunschweig (bis 22.03.2017 „Zweckverband Großraum Braunschweig“) festgelegten und gegenüber der DB Netz AG kommunizierten 30-Min-Takt zwischen den Städten Braunschweig und Wolfsburg.

Weiter könnte mit dem zweigleisigen Ausbau die Fahrplanstabilität des Fern-, Güter- und Nahverkehrs deutlich erhöht werden, so dass Verspätungen z. B. im SPFV nicht zu Folgeverspätungen oder Anschlussverlusten in Wolfsburg und Hildesheim im SPNV führen, und es würden weitere freie Fahrplantrassen für den SGV angeboten werden können.

Die „Weddeler Schleife“ wurde Mitte der 1990er Jahre in drei Abschnitten zweigleisig planfestgestellt, eingleisig gebaut und 1998 in Betrieb genommen. Eine Überprüfung der DB Netz AG hat ergeben, dass die Planfeststellungsbeschlüsse noch gültig sind. Für den zweigleisigen Ausbau der Weddeler Schleife werden (Stand Herbst 2020) Kosten in Höhe von 150 Mio. EUR angesetzt.  

Weitere Informationen auf dem Bau Info Portal der Deutschen Bahn. Dort können Sie sich auch für ein Newsletter anmelden, um über den aktuellen Stand des Projektes informiert zu werden.