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Kurzbericht zum Nahverkehrsplan vorgestellt 16.06.2021

Im Verkehrsausschuss stellt der Regionalverband einen Kompaktbericht zum Nahverkehrsplan vor. Für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes in Seesen und dessen Umfeld werden mehr als 500.000 Euro bewilligt.

Welche Aufträge und Maßnahmen aus dem Nahverkehrsplan hat die Verwaltung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig seit Inkrafttreten am 1. Januar 2020 angeschoben oder bereits umgesetzt? Die Mitglieder des Ausschusses für Regionalverkehr wollten das genauer wissen und hatten die Verwaltung im Dezember 2020 damit beauftragt, jährlich einen Kompaktbericht zu erstellen. Im heutigen Ausschuss stellte Abteilungsleiter Fritz Rössig diesen Bericht vor, der rund 40 Maßnahmen im gesamten Verbandsgebiet enthält.  

Angefangen beim Stundentakt auf der RB47 von Braunschweig über Gifhorn nach Uelzen, der im Dezember eingeführt wurde und damit als letzte Strecke im Verbandsgebiet jetzt auch im Stundentakt bedient wird. In einigen Kommunen und Gebieten sind neue Buskonzepte eingeführt worden: im Oberharz und im nördlichen Vorharz, in Groß Schwülper sowie in Neudorf-Platendorf.  „Sie alle dienen der Attraktivität des ÖPNV, sollen mehr Menschen davon überzeugen, statt mit dem eigenen Auto mit dem Bus zu fahren“, erläuterte Rössig.

Ein bundesländerübergreifender Landesbus zwischen Wolfsburg und dem Kreis Salzwedel wurde im vorigen Sommer in Betrieb genommen. Diese Linie bietet für viele Fahrgäste eine schnelle Verbindung sowohl innerhalb der Region Braunschweig als auch in die Gemeinden des Landkreises Salzwedel. Eine weitere Landesbuslinie zwischen Wolfsburg und Helmstedt wird in diesem Juli zwischen Wolfsburg und Helmstedt in Betrieb genommen.

Auf nachfragestarken Linien wurden die Angebote ausgeweitet, z.B. auf den RegioBus-Linien 630 von Wolfenbüttel nach Salzgitter-Lebenstedt und 730 von Sickte nach Braunschweig.

Darüber hinaus ist ein Haltestellen-Kataster entstanden. Zum ersten Mal hat der Verband eine genaue und detaillierte Übersicht erstellen lassen, wie die mehr als 3500 Bus- und Tramhaltestellen im Verbandsgebiet beschaffen sind. Themen wie Barrierefreiheit, Beleuchtung, Zuwege und Wetterschutze sind jetzt erfasst. „Das hilft den Kommunen bei deren Planung des Aus- und Umbaus ihrer Haltestellen und soll perspektivisch auch als Information für alle Fahrgäste zu Verfügung gestellt werden“, verdeutlichte Rössig.

Die Mitglieder Ausschusses empfahlen einstimmig, der Bahnhof Seesen GbR mehr als 500.000 Euro zu gewähren und damit sowohl das Gebäude selbst als auch die anliegenden Flächen zu modernisieren und aufzuwerten. Das Geld stammt aus dem noch jungen Förderprogramm des Regionalverbandes, das genau für solche Maßnahmen aufgelegt wurde. Kommunen seien alleine häufig nicht in der finanziellen Lage, ihre Bahnhofsumfelder als moderne „Mobilitätsstationen“ zu gestalten mit Bike&Ride- und Park&Ride-Anlagen, Bushaltestellen, ansprechenden Aufenthaltsbereichen und weiteren Serviceeinrichtungen, erklärte der Abteilungsleiter. Deshalb hatte der Verband Anfang 2020 dieses Förderprogramm aufgelegt. „Bahnhöfe sind die Visitenkarten einer Stadt“, betonte Rössig, „Nur, wenn sie modern, attraktiv und adäquat gestaltet sind, erhöht das die Chancen, von potenziellen Fahrgästen genutzt zu werden.“

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