Raumordnungsverfahren

Bodenabbau Wiedelah

Abbauplan zum Raumordnungsverfahren

Das Unternehmen Raulf Kies GmbH & Co. KG (im Weiteren: Vorhabenträgerin) plant die Gewinnung von Kiesen und Sanden im Nassabbau und hat beim Regionalverband die raumordnerische Prüfung des Vorhabens beantragt.

Sachverhalt/Vorhabenbeschreibung:

Die Vorhabenträgerin plant die Erschließung einer Kieslagerstätte im Nassabbau, nördlich des Ortsteils Wiedelah, Stadt Goslar. Im Regionalen Raumordnungsprogramm für den Großraum Braunschweig (RROP) 2008 ist die Fläche als Vorranggebiet Rohstoffgewinnung Ki (Kies) festgelegt. Die Fläche befindet sich südlich des Wiedelaher Sees, westlich der Klärschlammveredelungsanlage und östlich des Betonwerkes.

Das Vorhaben soll der regionalen Rohstoffversorgung dienen und das bestehende Werk Heiningen ablösen, da diese Lagerstätte in absehbarer Zeit erschöpft sei. Das Vorhaben hat eine Gesamtgröße von etwa 27 ha, die Mächtigkeit der Lagerstätte beträgt 13,5 – 15,5 Meter. Es wird ein verwertbarer Rohstoffvorrat von 2,9 Mio. t erwartet und eine Versorgungsdauer von 25-30 Jahren angenommen.

Bei den betroffenen Flächen handelt es sich v.a. um landwirtschaftliche Nutzflächen, im Süden ergänzt durch ca. 4 ha Brachland. Der Verkehr wird über die Wülperoder Str. nach Norden in Richtung B 82 abgeführt. Die geplante Abbaustätte liegt innerhalb des Trinkwasserschutzgebietes Börßum, Schutzzone IIIB.

Als Nachnutzung strebt die Vorhabenträgerin die Herstellung eines naturnahen Sees an. Für einen Teilbereich wird die Nutzung als Badesee vorgeschlagen.

Tabellarischer Verfahrensablauf

VerfahrensschrittDatum
Antragskonferenz*06.07.21 - 31.08.21
Virtuelle Antragskonferenz09.09.2021
Prüfung der Erforderlichkeit des ROV's gemäß § 9 NROG
Festlegung des Untersuchungsrahmens 
Einleitung des ROV
Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten
Auslegung der Verfahrensunterlagen / Beteiligung der Öffentlichkeit
Erörterungstermin
Landesplanerische Feststellung
Verfahrensstand:
  • abgeschlossen
  • läuft
  • aktuell
  • folgt

* Der Einleitung eines ROV geht gem. § 10 Abs. 1 des Niedersächsischen Raumordnungsgesetzes (NROG) eine Antragskonferenz voraus. Aufgrund der festgestellten epidemischen Lage wird die Antragskonferenz nicht gemäß § 10 (1) NROG als lokaler Termin durchgeführt. In Abstimmung mit der Vorhabenträgerin und dem Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig (ArL-BS, Obere Landesplanungsbehörde) wird die Antragskonferenz durch eine Beteiligung in schriftlicher oder elektronischer Form ersetzt (Artikels 16 des Gesetzes zur Änderung niedersächsischer Rechtsvorschriften aus Anlass der Corvid-19-Pandemie vom 17.07.2020 sowie der zwischenzeitlich erfolgten Ergänzung und Anwendung des § 22 (2) NROG und § 10 (1) S. 2 NROG).

Datenschutz: Das Verfahren wird unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmung durchgeführt. Die gültige Datenschutzerklärung finden Sie hier


Unterlagen zum Verfahren

Lageplan