Skip to main content

Energie & Klima 30.04.2026

Gemeinsam für eine erfolgreiche Energiewende

Die Region steht vor vielfältigen Aufgaben zur Umsetzung der Energiewende.

Bild mit vielen Personen vor dem Publikum

Stellten das Energiekonzept vor. (v.l.) Hinten: Jan-Christoph Sicard (Planungsgruppe Umwelt), Anne Scheuermann (Leipziger Institut für Energie) Vorn: Ramona Bunkus, Cornelia Golumbeck ( RGB), Moderatorin Annerose Hörter, (4 K), Timo Abert (Avacon), Anna Weyde, Ralf Sygusch (RGB).

Dazu sind umfassende Information, Austausch und Kooperation innerhalb der Region erforderlich. Dies alles führt der Regionalverband in dem Regionalen Energiekonzept zusammen.

Mit der gestrigen Auftaktveranstaltung im Funke Medienhaus fiel der Startschuss zur Beteiligung zahlreicher Akteur*innen, die an der Energiewende der Region mitarbeiten und diese gestalten. Rund 70 Vertreter*innen von Netzbetreibern, Energieversorgern, Kommunen, Politik, Wissenschaft und Verbänden waren vor Ort.

Wichtige Fragen, die das Konzept beantworten soll, sind:

  • Wie kann die Energiewende in der Region effektiv umgesetzt werden?
  • Wie ist der Status beim Ausbau aller Erneuerbaren Energien, der Energie-Leitungen und Speicher im Großraum Braunschweig?
  • Wo sind Potenziale für den weiteren Ausbau von Erzeugung, Netzen und Speichern?
  • Welche Potenziale sind sinnvoll zu nutzen?
  • Wie können Erzeugung, Verbrauch, Leitung, Netze und Speicher bestmöglich aufeinander abgestimmt werden?

Ein Konzept mit Mehrwert für alle Betroffenen

Verbandsdirektor Ralf Sygusch betont, dass ein Fachbeitrag mit deutlichem Mehrwert für alle Beteiligten entstehen wird: „Erneuerbare Energie beschäftigt viele Akteure in der Region. Kommunen und Netzbetreiber spüren die Veränderungen vor Ort deutlich: Sie sind mit Anträgen für Photovoltaik- und Windenergieanlagen, Rechenzentren und Batteriespeichern konfrontiert. Netzbetreiber sind zusätzlich gefordert, ihre Netze an die dezentrale Stromversorgung anzupassen. Gasnetze müssen verändert, etwa auf Wasserstoff angepasst werden. Wir als Regionalplaner müssen im Blick behalten, dass wir die passenden Räume für die Anlagen finden, sodass auch noch für andere Nutzungen Flächen zur Verfügung stehen.

Erneuerbare Energien sind relevante Wirtschaftsfaktoren, da sie mit immensen Investitionen und Wertschöpfung in der Region verbunden sind. Für Gewerbe und Industrie wiederum ist zuverlässige Energieversorgung existentiell. Auch für Privatpersonen bringt die Energiewende größere Unabhängigkeit von internationalen Entwicklungen und stabilere Preise. Diese Rundum-Betroffenheit zeigt, wie wichtig die Abstimmung der Beteiligten und ein gemeinsames Verständnis ist.“

Anna Weyde, Erste Verbandsrätin, sieht eine wichtige Erfolgskomponente in der Vernetzung und Beteiligung: „Bei der heutigen Veranstaltung konnten Interessengruppen unsere Idee eines Regionalen Energiekonzepts kennenlernen und ihre Fragen, Anregungen und Forderungen dazu abgeben. Wir arbeiten täglich an vielen Energiethemen wie z. B. Windenergieplanung, FFPV-Planungshilfe, Bauleitplanungen der Gemeinden, Treibhausgasbilanz oder Solardachatlas. Mit dem Energiekonzept wollen wir unser Wissen und die Fachexpertise zur Energiewende in der Region bündeln.“

Förderung durch die Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen

Das Regionale Energiekonzept wird durch EU-Fördermittel der Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen mit über 100.000 Euro kofinanziert. Das Programm unterstützt Projekte, die in definierten Handlungsfeldern die Region auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten.

Leistungen des Regionalverbands rund um Erneuerbare Energien

Der Regionalverband beschäftigt sich mit dem Thema Erneuerbare Energien auf vielfältige Weise. In der Regionalplanung z.B. durch die Windenergieplanung, oder mit dem Netzausbau im Rahmen von Raumverträglichkeitsprüfungen. Seine vielfältigen Kenntnisse und Informationen über aktuelle Vorhaben in der Region bringt er als Grundlage für die regionsweite Betrachtung der Energiewende ein.

Beispiele sind u. a. der Regionale Energiemonitor, der einen Überblick über die Erneuerbare Energieerzeugung und den regionalen Verbrauch gibt. Entstanden ist er aus der Zusammenarbeit mit den Energieversorgern, die ihre Daten beigesteuert haben, die Avacon AG hat die technische Grundlage geliefert. Ein weiteres Beispiel ist der Solardachatlas, der regionsweit für jedes Dach der Region das Potential für PV und Solarthermie bereitstellt. Weitere benötigte Daten werden im Rahmen des Energiekonzeptes ermittelt und in weiteren Fachrunden in die Diskussion gegeben. 

Der Regionalverband bringt seine Expertise und Daten darüber hinaus in vielfältige Netzwerkaktivitäten ein (z.B. Netzwerk des regionalen Klimaschutzmanagements, regelmäßigen Info-Veranstaltungen für die Kommunen und einem Runden Tisch mit den Energieversorgern) und unterstützt Kommunen z. B. mit Leitfäden etwa zu Standortentscheidungen beim Ausbau von Freiflächenphotovoltaik.

Energiemonitor 

SolarDachAtlas