Region & Raum 05.06.2026
850 Stellungnahmen zum 1. Entwurf des Regionalplans
Der Regionalplan gibt den Rahmen, damit Wohnen, Arbeiten, Natur, Landwirtschaft, Energie, Verkehr und viele weitere Nutzungen auf engem Raum Platz finden und gut neben- und miteinander funktionieren. Mit der 1. Auslegung Anfang dieses Jahres hat der Regionalverband viele wichtige Hinweise bekommen. Es sind rund 850 Stellungnahmen eingegangen. Insbesondere mit den Kommunen wird der Verband nun in den Dialog gehen und dann im nächsten Jahr einen überarbeiteten Plan auslegen.
„Der Regionalplan unterstützt die Weiterentwicklung der Region“, so Verbandsdirektor Ralf Sygusch. Er sorgt für Verlässlichkeit, Transparenz und Ausgewogenheit, ermöglicht Investition und sichert gleichzeitig wichtige Räume für aktuelle und zukünftige Entwicklungen. „Dabei arbeiten wir im Spannungsfeld zwischen den einzelnen Interessen von z. B. Kommunen, Wirtschaft oder Forschung und der Anforderung, Flächen für Natur, Freizeit, Hochwasserschutz, übergeordnete Infrastruktur und andere Nutzungen vorzusehen. EU, Bund und Land machen uns dazu weitere Vorgaben, die ebenfalls zu beachten sind.“
Änderungen von erheblicher Bedeutung für Kommunen
Etwa ein Drittel der rund 850 eingegangenen Stellungnahmen zum 1. Entwurf kamen von Behörden, Kommunen, Verbänden oder Vereinen, der Rest kam von Bürgerinnen und Bürgern. „Gerade von den Behörden und Kommunen haben wir einige wichtige Informationen bekommen. Vor allem für diesen systematischen und konzentrierten Informationsabgleich wurde die erste Auslegung durchgeführt“, erklärt Anna Weyde, Leiterin der zuständigen Abteilung Regionalentwicklung. „Wir prüfen die Informationen und wo die Kommunen und wir von anderen Grundlagen ausgehen, werden wir in den Austausch gehen, sodass wir in der zweiten Auslegung eine fundierte Planung haben.“
So ist etwa für die Kommunen in der Region wichtig, welche Städte und Gemeinden als „zentrale Orte“ gelten und welche nicht. Damit einher geht einerseits, welche Infrastruktur die Gemeinden vorsehen müssen. Als „Zentrum“ hat eine Gemeinde aber auch mehr Entwicklungsmöglichkeiten als Kommunen, die keine zentrale Funktion zugewiesen bekommen. Aufgrund der erheblichen Bedeutung für die Kommunen wird der Regionalverband mit ihnen vor der 2. Auslegung über Grenzen und Möglichkeiten der Festlegungen im Regionalplan in den Dialog gehen.




