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Ein Mobilitätsplan für die gesamte Region

28.01.2026  |  Mobilität

Ein neues, spannendes Verkehrs-Projekt geht in der Region an den Start.

Verbandsdirektor Ralf Sygusch begrüßt die Teilnehmenden.

Verbandsdirektor Ralf Sygusch begrüßt die Teilnehmenden.

Diskussionsrunde: Mitarbeitende des Gutachters PTV und vom Regionalverband.

Diskussionsrunde: Mitarbeitende des Gutachters PTV und vom Regionalverband.

Die Teilnehmenden diskutieren an Themeninseln.

Die Teilnehmenden diskutieren an Themeninseln.

Ideen werden auf einer großen Karte festgehalten.

Ideen werden auf einer großen Karte festgehalten.

Im Rahmen des Projektes „MORE – Mobilität regional entwickeln“ soll ein Mobilitätsplan für die gesamte Region entwickelt werden. Mit der Auftaktveranstaltung an diesem Mittwoch startet der Regionalverband Großraum Braunschweig mit der Erstellung eines Mobilitätsreports. 

„Verkehre machen in vielen Fällen nicht an Stadtgrenzen Halt und so ist es sinnvoll, eine Strategie für die gesamte Region zu entwickeln“, ist Verbandsdirektor Ralf Sygusch überzeugt. „Wir wissen, dass unsere Städte und Gemeinden sehr unterschiedlich sind und passgenaue Lösungen brauchen, die in den regionalen Kontext eingebettet sind.“ Dem schließt sich Teilnehmer Fabian Degen, Mitglied der Verbandsversammlung, an und ergänzt: „Ich begrüße, dass alle vorhanden Konzepte integriert werden sollen.“

Im ersten Schritt soll die aktuelle Verkehrssituation im gesamten Verbandsgebiet über alle Verkehrsmittel hinweg analysiert werden soll – Bahn, Bus, Auto, Fahrrad, zu Fuß. So sollen zentrale Herausforderungen wie zum Beispiel schlechte Erreichbarkeiten, , fehlende Verkehrsangebote (Infrastruktur, ÖPNV) oder mangelnde Barrierefreiheit, aber auch Chancen wie Digitalisierung und Verknüpfung von Verkehrsmitteln, Erhöhung der Lebensqualität und Teilhabe sichtbar gemacht werden. 

Alle Ergebnisse der Analyse fließen in einem Mobilitätsreport zusammen. Ausgangslagen, Herausforderungen und Potenziale werden dargestellt. Darüber hinaus werden Daten und Analysen für die Kommunen und Landkreise des Verbandsgebietes bereitgestellt, die wiederum als Grundlage für eigene Mobilitäts- und Verkehrsplanung dienen. 

„Mit unserem Ansatz sorgen wir dafür, dass sich vorliegende Mobilitäts-Strategien aus einzelnen Kommunen in einem Gesamtkonzept wiederfinden, um für die Region Impulse für die Weiterentwicklung nachhaltiger Mobilität zu setzen“, beschreibt Sygusch die Motivation. 

Es gehe darum, Konzepte und Instrumente nicht nebeneinander stehen zu lassen, sondern sie aufeinander abzustimmen und miteinander arbeiten zu lassen – über Gemeindegrenzen, Zuständigkeiten und Verkehrsmittel hinweg, ergänzt Fritz Rössig, Abteilungsleiter Regionalverkehr. 

Dieses Projekt gestaltet der Regionalverband nicht allein. An diesem Mittwoch ist der partizipative Prozess gestartet, in dem Kommunen, Mobilitätsdienstleister, Wissenschaft, Interessenvertretungen sowie weitere Expertinnen und Experten ihre Perspektiven, Erfahrungen und Anforderungen einbringen können. 

„Damit fördern wir den Austausch zwischen den Kommunen über die aktuellen Fragen der Mobilität, über Ideen und Lösungen“, sagt der Verbandsdirektor.

Rund 50 Expert*innen aus verschiedenen Organisationen, Verkehrsunternehmen, Kommunen waren zusammengekommen, um sich zu vernetzen und zu den vielfältigen Themen auszutauschen. 

Kristina Ehrenreich aus der Stadt Braunschweig zieht ein erstes Fazit: „Es sind gute Impulse für eine vernetzte Mobilität in der Region vorhanden, diese müssen wir nutzen.“

Bereits in der vergangenen Woche wurde das Projekt MORE bei einem bundesweiten Fachworkshop in Braunschweig im Rahmen des Nationalen Unterstützungsprogramms nachhaltig.mobil.planen. des Bundesministeriums für Verkehr vorgestellt. 

Die Erstellung des Mobilitätsreports für die Region Großraum Braunschweig reiht sich ein in die Mobilitätsstrategie des Bundes und wird vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) über die Richtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ gefördert. Das Projekt hat ein finanzielles Volumen von rund 340.000 Euro. Es soll bis Ende Juni 2027 abgeschlossen sein.

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